Vermehrung

Bambus lässt sich am einfachsten durch Teilen der Pflanze vermehren. Für die meisten Bambussorten eignet sich dazu die Zeit vor dem Neuaustrieb im Frühjahr am besten. Mit einem scharfen Spaten wird das zur Vermehrung bestimmte Teilstück an der Mutterpflanze abgestochen und in dem vorbereiteten Pflanzloch gut eingeschlämmt. Anschließend reduziert man die Blattmasse um ca. 1/3, indem man entweder einzelne Halme oder Zweige um 1/3 einkürzt oder aber 1/3 der Halme ebenerdig abschneidet. Auf diese Weise wird die Balance zwischen reduzierter Rhizommasse und Blattmasse wieder hergestellt.


Phyllostachys edulis

Die Vermehrung über Rhizomstücke sollte ebenfalls kurz vor dem Austreiben der Augen im Rhizom erfolgen. Zwei bis drei Jahre alte, gut bewurzelte Rhizomstücke mit mehreren Knoten und gut erkennbaren Augen eignen sich am besten. Nach dem Abtrennen von der Mutterpflanze sollten sie schnellstmöglich in ein leicht angefeuchtetes, lockeres Substrat gebettet werden, damit die feinen Haarwurzeln nicht vertrocknen.

Die generative Vermehrung durch Samen spielt bei Bambus kaum eine Rolle. Da Bambus sehr selten blüht, müsste man unter Umständen mehrere Jahrzehnte warten, um Samen einer bestimmten Sorte zu erhalten. Die Samen von Fargesia murielae, die in den 90iger Jahren blühte, ergaben aufgrund ihrer genetischen Vielfalt sehr verschiedene Sämlinge. Nur die Besten wurden selektiert und weitervermehrt. Die weitaus meisten Sämlinge waren noch nach Jahren winzig klein.

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