Winterschutz

Auf die in Bambusbeschreibungen teils widersprüchlichen Angaben zur Winterhärte kann man sich oftmals nicht verlassen. Die Winterhärte von Bambus hängt vom Zusammenwirken verschiedener Faktoren ab. Von ganz entscheidender Bedeutung sind dabei Luftfeuchtigkeit, Bodenstruktur, Dauer der Minustemperaturen, vorhandene Rhizommasse und Schutz vor Wintersonne und eisigem Wind.

Ein Gartenbesitzer, der nicht nach jedem härteren Winter feststellen möchte, dass sein Bambus für unser mitteleuropäisches Klima weniger geeignet ist, sollte deshalb nur dem Klima angepasste Bambusse pflanzen. Unschlagbar in ihrer Winterhärte sind Fargesien. Von den hohen Bambussorten nehmen Phyllostachys bissetii und Phyllostachys aureosulcata eine Spitzenposition ein, gefolgt von Ph. aureosulcata 'Aureocaulis', Ph. aureosulcata 'Spectabilis', Ph. decora, Ph. humilis, Ph. nuda und einigen anderen. Bei den kleinen Bambusse ist oft nur das Wurzelsystem winterhart, während die Blätter öfters geschädigt werden. Nach einem Rückschnitt im Frühjahr treiben sie aber meist wieder aus.


Blattschaden an Phyllostachys bambusoides 'Castilloni' im Winter 2009

Grundsätzlich sollten neu ausgepflanzte Bambusse mindestens im ersten Winter und weniger winterharte Bambusse jeden Winter vor Frost geschützt werden. Als Schutzmaterial sehr gut geeignet ist Gehölzschnitt, Laub oder Stroh. Damit das Schutzmaterial nicht verweht wird, kann man Kaninchendraht senkrecht um den zu schützenden Wurzelbereich stellen und den so entstandenen Korb mit dem Mulchmaterial auffüllen. Bodendecker können mit Tannenreisig oder luftdurchlässigem Frostschutzvlies abgedeckt werden. Auch Schnee schützt den Boden vor Frost und das Blattwerk des Bambus vor Austrocknung. Er sollte daher keinesfalls von einem Bambus entfernt werden.

Da Bambus eine immergrüne Pflanze ist, muss er auch im Winter bei länger anhaltender Trockenheit gegossen werden.

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