Blüte


Bambus blüht sehr selten und dabei noch ziemlich unscheinbar. Je nach Bambusart  kann die Blüte in Intervallen von wenigen Jahren bis hin zu 30, 60 oder gar 130 Jahren auftreten. Die Blüte selbst dauert dann oft einige Jahre. So finden sich bei der Gattung Fargesia im ersten Jahr nur wenige Blüten. Im zweiten Jahr kann der Bambus bereits zur Hälfte und im dritten Jahr vollständig blühen.


Bei einigen Bambussgattungen führt die Blüte nach der Fruchtbildung zu einem Massensterben. Dies trifft  z. B. auf die Gattung Fargesia zu. Aufgrund ihres horstigen Wuchses kann diese Bambusgattung nicht so viele Nährstoffe in ihren Rhizomen speichern, wie dies z. B. bei Ausläufer treibenden Bambussen mit ihrem großflächigen Rhizomgeflecht der Fall ist. Während der Blüte verbrauchen Fargesien ihre gesamten Nährstoffreserven, sodass hinterher keine Nährstoffe mehr zum Weiterwachsen vorhanden sind. Die Pflanzen werden allmählich strohig und sterben ab.



Pleioblastus shibuyanus 'Tsuboi'


Andere Gattungen (z. B. Pleioblastus) werden durch die Blüte kaum geschädigt. Auch Bambusse der Gattung Phyllostachys können oft durch Rückschnitt der blühenden Halme und eine gute Dünger- und Wasserversorgung wieder zum Austrieb gebracht werden
.


Pleioblastus pygmaeus 'Distichus'


Fast alle Fargesienarten haben in den letzten 20 – 30 Jahren geblüht. Sieht man von Laborvermehrungen ab, so stammen heute fast alle im Handel angebotenen Fargesienarten von Sämlingen aus der letzen Blüte. Sofern ihre weitere Vermehrung vegetativ (über Rhizomteilung) erfolgt ist, dürfte eine erneute Blüte somit während den nächsten Jahrzehnten ausgeschlossen sein.
   


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