Rhizome

Die unterirdischen Ausbreitungsorgane des Bambus bezeichnet man als Rhizome. Rhizome erfüllen einerseits die Funktion Nährstoffe zu speichern, andererseits tragen sie wesentlich zur Ausbreitung des Bambus bei. Je nach Wachstumsform der Rhizome lässt sich Bambus in zwei Hauptkategorien einteilen, in horstbildende (pachymorphe) und Ausläufer treibende (leptomorphe) Bambusse. Daneben existieren noch Mischformen aus beiden Kategorien.


Bei horstbildenden Bambussen entwickeln sich aus den Rhizomaugen kurze, gestauchte Rhizome. Diese wachsen sofort nach oben und bilden einen Halm. Dadurch stehen die Halme bei dieser Bambusart sehr dicht. Horstbildende Bambusse bleiben also quasi an ihrem Standort stehen und nehmen jährlich nur an Umfang zu. Zu den bei uns bekanntesten, horstbildenden Bambussen zählt die Gattung Fargesia.

Bei Ausläufer treibenden Bambussen breiten sich die Rhizome unterirdisch horizontal aus. Aus den Rhizomaugen an den Knoten können sich entweder neue Rhizome oder neue Halme entwickeln. Durch die Verzweigung der Rhizome entsteht so mit der Zeit ein großflächiges Rhizomgeflecht. Die unterirdischen Triebe, die zum Teil weite Strecken zurücklegen können, werden als Ausläufer bezeichnet. Die meisten für unser Klima geeigneten Bambusse (z. B. Phyllostachys, Pleioblastus, Sasa usw.) aus den gemäßigten Zonen Japans und Zentralchinas zählen zu dieser Kategorie. Um diese Bambusse von vornherein in gewissen Grenzen zu halten, z.B. als Solitärpflanze oder auch zum Nachbargrundstück hin, sollte eine Rhizomsperre verwendet werden.
                                                                                                                                            

Horstbildend: Fargesia robusta 'Campbell'         Ausläufer treibend: Phyllostachys vivax
                                                                                                                   'Aureocaulis'




Warenkorb
Benutzer
Mitgliedschaft
Versand
Wir versenden mit:



Sendungsverfolgung DHL
Bücher über Bambus