Was ist Bambus?

Bambus ist nichts weiter als ein hohes Gras. Er zählt ebenso wie unser Getreide mit seinen etwa 1300 Arten zur großen Familie der Gräser. Wahrscheinlich ist sein Name von dem indischen Wort 'Bambu' oder 'Mambu' abgeleitet, einer möglicherweise lautmalerischen Nachahmung explodierender Bambushalme, die man nachts zur Abwehr wilder Tiere ins Feuer legte.

Hauptverbreitungsgebiet von Bambus sind die subtropischen und tropischen Regionen Asiens. Aber auch in Amerika, Afrika und Australien ist Bambus weit verbreitet. Er wächst zwischen Meeresniveau und ca. 4000 m Höhe (Himalaya, Anden) und hält Temperaturen zwischen -30 und +50 Grad Celsius aus.

Bambus ist weltweit die am schnellsten wachsende Pflanze. So wurde z. B. in Japan an Phyllostachys edulis eine Wuchsleistung von 120cm/Tag gemessen. Auch bei uns können die Halme mancher Phyllostachysarten an einem Tag 15-20cm in die Höhe schießen. Innerhalb einer Vegetationsperiode erreichen so die Halme der Riesengräser ihre Endhöhe.

Bambus ist eine immergrüne Pflanze. Seine Blätter bleiben in mäßig kalten Wintern grün. Viele der bei uns angebotenen Bambusarten sind zudem so vital und robust, dass sie selbst nach einem sehr strengen Winter, selbst wenn Blätter und Halme total geschädigt sind, wieder austreiben. Auch gegen Umweltverschmutzungen in Wasser und Luft erweist sich Bambus als resistent.

Der Grundaufbau der unter- und oberirdischen Bambusteile ist weitgehend identisch. Sie bestehen aus verdickten Knoten und den Teilen zwischen zwei Knoten, den Internodien. Unterirdisch bildet Bambus Rhizome mit Wurzeln, oberirdisch Halme mit Zweigen und Blättern.