Hohe Hecken

Zur Gestaltung hoher Hecken bis etwa 7m Höhe kommen fast ausschließend Ausläufer treibende Bambusse in Frage.

Von den Phyllostachys eignen sich vorallem aurea, aureosulcata (alle Formen), bissetii, decora, flexuosa, nigra 'Henonis', nuda und viridiglaucescens. Aurea und humilis bilden schon ohne Schnitt sehr schnell ein dichtes Blattwerk aus. Aurea eignet sich aber nur für sehr milde Gegenden. Semiarundinaria fastuosa wächst straff aufrecht und hängt nicht über. Hecken aus diesem Bambus wirken daher etwas streng, was aber durchaus seinen eigenen Reiz hat. Richtig dicht wird Semiarundinaria fastuosa aber nur im oberen Bereich, während sich im unteren Bereich kaum beblätterte Zweige ausbilden. Hecken aus Pseudosasa japonica wachsen sehr dicht und die relativ großen Blätter halten gut den Wind ab.

Bei der Anpflanzung hoher Hecken ist es auf jeden Fall ratsam, eine Rhizomsperre zur Eingrenzung der oft stark wuchernden, spargeldicken Rhizome einzubringen. Die Sperre muss dazu über die ganze Länge der Hecke eingegraben werden.

Bei Hecken, die durch regelmäßigen Schnitt auf etwa 3m Höhe gehalten werden sollen, reicht dabei eine Pflanzbreite von etwa 80-100cm. Für höhere Hecken sollte man mindestens eine Pflanzbreite von 120-150cm vorsehen. Der Pflanzabstand beträgt etwa 100-150cm, je nach Größe des verwendeten Bambus. Auch hier gilt, dass die Hecken umso schneller dicht werden, je enger man pflanzt.