Schäden

Bambus wird nur sehr selten von Krankheiten heimgesucht. Wenn ein Bambus nicht gut gedeiht, liegt die Ursache dafür meist in Kulturfehlern. Trockenheit oder einen zu sonnigen Standort signalisiert Bambus durch das Einrollen seiner Blätter.

Bambus verträgt keine Staunässe. Bei Staunässe vergilbt das Laub und fällt ab; junge Halme werden weich und faulen. Ggf. muss bei Staunässe für eine Drainage gesorgt oder die Pflanze an einen anderen Platz versetzt werden. Staunässe ist oft auch die Ursache, wenn Bambus im Kübel oder Container nicht gedeiht.


Wühlmäuse, Feldmäuse, Schnecken usw. fressen gelegentlich Rhizome oder Sprossen an. Ein Schädlingsbefall mit Blattläusen, Wollläusen oder etwa Spinnmilben tritt bei Bambus relativ selten auf. Sofern dennoch ein starker Befall mit diesen Schädlingen vorliegt, kann eine Behandlung mit handelsüblichen Präparaten erfolgen. Weitaus problematischer ist aber ein Befall mit Bambusmilben, die durch den weltweiten Bambushandel nach Europa gelangt sind. Sie leben in Nestern aus einem dichten Gespinst, welches ihre Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln erschwert. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen kleine, rechteckige Flecken auf den Blättern, die das Aussehen der Bambuspflanze beeinträchtigen. In einigen Vermehrungsbetrieben laufen momentan Versuche, Bambusmilben durch den Einsatz von Raubmilben (z.B. Amblyseius fallacis) zu bekämpfen.